Alternative Bildungskonzepte – Über Montessori & Co.

StifteMittlerweile gibt es in Deutschland immer mehr Kinderbetreuungs- und Schulkonzepte, aus denen Eltern für ihr Kind wählen können. Alle verfolgen die individuelle Förderung, durch verschiedene pädagogische Konzepte, nach denen die Erziehung und Ausbildung der Kinder stattfindet. Ob eine der alternativen Kindergärten oder Schulen für das eigene Kind in Frage kommt, muss von den Eltern selbst entschieden werden, sicherlich spielen dabei auch Standards und Überzeugungen innerhalb der Familie eine große und wichtige Rolle. Die wichtigsten Konzepte und deren Motivation sind nachstehend einmal aufgelistet.

Montessori

Die Montessori-Pädagogik geht von der Überzeugung aus, dass jedes Kind natürlich gewisse Stärken in sich trägt, die von den Betreuern und Lehrern individuell und nach dem eigenen Rhythmus des Kindes gefördert werden müssen. Dabei gibt es während der Ausbildung in Kindergarten und Schule keine Noten, da diese die Kinder in ihrer möglichst freien Entwicklung hindern könnten. Anstatt von Kritik wird in der Montessori Schule Wert auf Motivation und einen achtungsvollen Umgang miteinander gelegt, um eine ausgeglichene und selbstbewusste Persönlichkeit des Kindes zu fördern.

Walddorf

Die Walddorf-Pädagogik geht von einem gesamtanschaulichen, beziehungsweise 3 Komponenten Bildungssystem aus, welches die intellektuellen, kreativen und handwerklichen Fähigkeiten eines jeden Kindes individuell fördern soll. Unterschied zu den herkömmlichen Bildungseinrichtungen ist hier außerdem, dass sich die Kinder über einen längeren Zeitraum mit einem Thema intensiv und immer auch künstlerisch beschäftigen, anstatt zwischen verschiedenen Fächern zu wechseln.

Jenaplan / Peter Petersen

Die Jenaplan Pädagogik legt besonderen Stellenwert auf eine selbstbewusste Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und arbeitet dabei sehr eng mit den Eltern des Kindes zusammen. Kinder lernen hier zeitig Verantwortung für verschiedene Projekte zu übernehmen und diese auf spielerische und möglichst freie Art zu meistern. Interessant bei diesem Konzept ist, dass Kinder keine geregelten Schulklassen besuchen, sondern in wechselnden Gruppen lernen, in denen verschiedene Jahrgänge miteinander zusammenkommen. Das fördert zusätzliche das Gemeinschaftsempfinden und Miteinander.

Für welches Konzept man sich letztlich entscheidet – zu Grunde liegt immer das Wohl des Kindes, welches bei allen alternativen Schulformen ebenfalls an erster Stelle steht. Ein Besuch gemeinsam mit dem Kind in der jeweiligen Einrichtung kann Entscheidungshilfe sein.

Bild: Stifte. / Pencils. von Stefanweihs, CC-BY