Spieltherapie

Spieltherapie als hilfreiche Erziehungsmaßnahme

Kinder spielend zu therapieren, ist das Ziel der Spieltherapie. Die Kleinen können in der Spielsituation zusammen mit Gleichaltrigen ihre Gefühle, Ängste und Konflikte ausleben, ausspielen. Im Allgemeinen sind zwei Arten der Spieltherapie bekannt: Zum einen existiert die sogenannte direktive Herangehensweise, bei der die Therapeuten die Spielführung übernehmen. Die Alternative hierzu lässt hingegen dem Kind völligen Freiraum bei der Spielgestaltung. Die Vorstellung, die der letztgenannten Therapie-Art zugrunde liegt, beruht auf den unterschiedlichen Stärken der einzelnen Betroffenen. Sie kämpfen konstant und oftmals gegeneinander um Verwirklichung, Selbstverwirklichung. Die Spielsituation kann die Kräfte derart beeinflussen, dass sie zur Reifung und zu einer Unabhängigkeit und größerer Selbstbestimmung des Kindes beiträgt.

Elementarer Charakterzug eines jeden ist es, auf Freiheit zur eigenen Entfaltung zu bestehen. Daneben allerdings benötigt der Mensch auch ein Gefühl der Bestätigung seitens Dritter, ob Altersgenossen oder Erwachsener. Auch der eigene Körper will verstanden und gemocht sein. Zwischen den beiden Ansätzen beruft sich die nicht-direktive Variante der Spieltherapie auf die Überzeugung, dass jede Person schon in sich selbst die nötigen Fähigkeiten besitzt, um alle bestehenden Schwierigkeiten alleine zu lösen. Das Spiel dient der jungen Person dabei als Medium, das dazu genutzt werden kann, Gefühle von Spannung über Aggression, Verwirrung, Unsicherheit und Frustration auszuspielen. Oftmals treten hier Verbesserungen der Situation bei jungen Spielpatienten schon im Minutentakt auf.

Die Arten, wie gespielt werden kann, unterschieden sich hierbei stark. Vom Spielen in der Gruppe bis hin zu klassischem Spielzeug wie Playmobil oder Lego ist alles „erlaubt“.